Transgender und Intersex in Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft

Deutsches Hygiene-Museum Dresden, 18. - 20. Januar 2012.

Die internationale und interdisziplinäre Konferenz verfolgte einen Grenzen innerhalb der Geschlechterforschung wie auch zwischen den Natur- und Kulturwissenschaften sowie der Kunst überwindenden multiperspektivischen Ansatz. Veranstalter war Prof. Stefan Horlacher (TU Dresden), Förderinnen waren die Heinrich Böll Stiftung, British Council, und die Dreilinden gGmbH.


Geberstudie erschienen: "Menschenrechte fördern! Deutsche Unterstützung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* Menschenrechtsarbeit im Globalen Süden und Osten"

Die Studie zeigt den finanziellen Umfang und die Zielsetzung deutscher – staatlicher wie privater - LSBTI-Förderung auf. Sie konstatiert im Vergleich zu 2009 ein gestiegenes, aber in Bezug auf die Bedarfe weiterhin geringes Fördervolumen und fordert die Einbeziehung lokaler LSBTI-Akteure und Fachpersonen, um ungewollte Nebeneffekte zu vermeiden.

Dreilinden gGmbH und das Deutsche Institut für Menschenrechte sind die Herausgeber dieser Studie; die Autor_innen sind Lucy Chebout und Arn Sauer.


Was ist eigentlich genderreflektierende Rechtsextremismusprävention?

Diese kurze filmische Vorstellung des Multi-Projektes „Lola für Ludwiglust“ (Mecklenburg-Vorpommern) stellt die Strategien und die konkrete Arbeit vor.



Für text-affine Menschen: Dr. Esther Lehnert, beratend tätig in Ludwigslust, fasst die Thematik im aktuellen Rundbrief der Friedrich-Ebert-Stiftung zusammen.


Erschienen: "360-degrees for Mission - How leading European foundations use their investments to support their mission and the greater good".

In der Studie der schwedischen Stiftung Mistra werden acht europäische Stiftungen vorgestellt, die "impact investment" betreiben, d.h. mittels ihrer Investitionen die gleichen sozialen und ökologischen Ziele verfolgen wie durch ihre Förderungen. Deutschland ist vertreten durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt dbu und Dreilinden. Wir freuen uns über die positive Darstellung! Die Autoren sind David Imbert und Ivo Knoepfel und von onValues Ltd. in Zürich.


Yogyakarta-Prinzipien

The Yogyakarta-Prinzipien setzen den Standard, auf welche Weise international gültige Menschenrechtsnormen auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität anwendbar sind. Mehr und mehr Einrichtungen, Länder und internationale Organisationen beziehen sich auf sie. Der meiste Druck kommt aber von innen: Projekte und Menschen, die sich gegen Diskriminierung einsetzen, nutzen die "YPs" für ihre Arbeit.

Nun sind die 29 Yogyakarta-Prinzipien - in deutscher Übersetzung erhältlich bei der Hirschfeld-Eddy-Stiftung - in der Sprache des internationalen Rechts geschrieben damit nicht genau gesagt praxisnah. Eine Brücke zur Umsetzung schafft die Webseite www.ypinaction.org, auf der verzeichnet ist, wo in der Welt wer auf welche Weise mit den Prinzipien arbeitet, und der neue Activist Guide, mit umfassender internationaler Beratung,

"An Activistís Guide to The Yogyakarta Principles", herunterzuladen unter ypinaction: http://www.ypinaction.org/content/activists_guide

Dreilinden freut sich, dieses Projekt finanziert zu haben.


"Regenbogen-Philanthropie! Deutsche Unterstützung für die lesbisch- schwule, bi-, trans- und intersexuelle (LSBTI) Menschenrechtsarbeit im globalen Süden und Osten"
von Arn Sauer im August 2009 erschienen.

Die erste Studie zur deutschen Förderung für internationale LSBTI-Projekte belegt verschwindend geringes Engagement auf der Geberseite.

Die Studie "Regenbogen-Philantropie! Deutsche Unterstützung für die LSBTI-Menschenrechtsarbeit im globalen Süden und Osten" fragt: Wie sieht die Förderlandschaft zum Thema in Deutschland aus? Wer fördert wen, was und wie? Wie stehen unsere Förder-Organisationen da, ob private oder Sammelstiftung, öffentliche Stiftung, Nicht-Regierungsorganisation oder politische Körperschaft? Viele von ihnen haben den Anspruch - und politische Körperschaften auch die Pflicht - internationale Menschenrechte zu fördern. Wie steht es mit den internationalen LSBTI-Menschenrechten?

Das Ergebnis der 31-Seiten starken Dokumentation ist ernüchternd: von 16.500 Stiftungen in Deutschland engagieren sich in dem Feld der LSBTI-Menschenrechte lediglich 11 Stiftungen. Diese haben im Jahr 2008 mit 622.000 Euro 47 lesbische, schwule, bi-, trans- und intersexuelle Projekte im globalen Süden und Osten gefördert.

Seit 2006 veröffentlicht "Funders for Lesbian and Gay Rights" in New York Förderstatistiken zur internationalen LSBTI-Förderung. Diese Statistiken haben zu lebhaften Diskussionen, einer inhaltlichen Vernetzung der Akteure, sowie zu einer stärkeren Förderung der LSBTI-Zielgruppen geführt. "Regenborgen-Philanthropie! "soll Deutschland den Anschluss an den internationalen Diskurs ermöglichen.

Das sagen die Medien: